One Way Weltreise in die Urania Berlin

One Way Weltreise in die Urania Berlin

Am Dienstag Abend fanden trotz des herrlichen Berliner Sommerwetters einige Interessierte den Weg in die Urania - denn Rob Schiller, seines Zeichens Speaker, Autor und Weltenbummler (und einer unserer Gastautoren), präsentierte Einblicke in seine Weltreise: 316 Tage One Way ins Glück.

Reiseinspiration

Wissen & Kultur in Berlin

Das Veranstaltungszentrum Urania Berlin hat eine lange Tradition. 1888 entstand es als das erste Science-Center der Welt und machte es sich zur Aufgabe, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Denkanstoß zu diesem Projekt wurde von keinem geringeren als Alexander von Humboldt geliefert und von seinem Schüler und Astronomen Wilhelm Foerster verwirklicht - sicherlich wurde auch daher das Zentrum nach der Muse der Astronomie Urania benannt. Nach zwei Weltkriegen und der Wirtschaftskrise wurde die Urania neu konzipiert und als gemeinnütziger, eingetragenen Verein neu gegründet. Heute ist die Urania ein Ort in Berlin, an dem wissenschaftliche und kulturelle Bildung zu Themen wie Geschichte, Gesundheit, Naturwissenschaften und Gesellschaft vermittelt, aber auch ein breites Unterhaltungsprogramm mit Comedy und Konzerten sowie interessante Gastbeiträge aus den verschiedensten Sozial- und Kulturkreisen angeboten wird. Jedes Jahr empfängt das Veranstaltungszentrum mehr als 200.000 Besucher.

Zusammen mit seiner Freundin (und - achtung Spoiler - Verlobten) Charleen bereiste Rob auf seiner 316 Tage langen Weltreise diverse Stationen, von Australien über Südostasien und Japan bis in die USA, und bereiste damit nicht nur verschiedene Kontinente und Länder, sondern erlebte auch die unterschiedlichsten Kulturen, Lebensweisen und Menschen. Seine Erzählungen über die einzelnen Stationen bespickte er mit Fotos und Videos. Nicht nur die teilweise sehr persönlichen Aufnahmen, auch Robs lustige, kuriose und ehrlich erzählten Zwischengeschichten lockerten den Reisebericht auf und ließen mitfühlen.

Großes Grinsen machte sich auf den Gesichtern des Publikums breit, als Rob die Story von seinem Heiratsantrag an Charleen erzählte. Die Reise muss sicherlich die Beziehung zwischen den Beiden auf eine nicht zu unterschätzende harte Probe gestellt haben - doch wie wir erfuhren mit Happy End, denn sie hat Ja gesagt.

Wer schon einmal eine längere Reise gemacht hat, weiß - und wer nicht, kann es sich sicherlich vorstellen - dass einem irgendwann die Energie zu schwinden droht. Wenn dann der Besuch aus der Heimat und damit der erhoffte Energieschub nicht ganz nach Plan läuft, ist das Niedergeschlagenheitsgefühl erstmal groß. Doch Rob weiß Rat: “Was macht man, wenn man am Boden ist? Man setzt sich, [...] und füttert Streifenhörnchen”, wie sie es auf Sri Lanka taten.

Japan und die anschwellenden Augäpfel

Eine Südostasien Reise fasziniert durch eine Mischung aus traumhaften Stränden, spannenden Großstädten und den vielen verschiedenen Kulturen. Nachdem Rob und Charleen Monate auf Bali, in Kambodscha, Vietnam, auf Sri Lanka und in Kuala Lumpur verbracht haben, landeten sie im großen, bunten, geschäftigen und grellen Japan. Dort erlebten sie so einiges. Erst einmal musste Rob anmerken, dass “die Menschen hier sich selbst in Videospiele verpackt haben!”, was man vom Geburtsort des Manga, Anime, Kawaii und Nintendo sofort glaubt. Auch die Fahrt mit dem Shinkansen (dem japanischen Schnellzug) muss ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein. Nachdem Rob und Charleen in Südostasien über 15 Stunden mit dem klapprigen Nachtzug durch Vietnam gefahren sind, muss ihnen die Fahrt mit dem 400 km/h schnellen Shinkansen wie eine Raketenfahrt zum Mond vorgekommen sein: “Die Augäpfel schwellen richtig an dabei, so schnell ist das”. In Japan scheint wirklich alles unheimlich skurril zu sein, wie etwa diese viereckige Wassermelone. Umgerechnet kostet sie über 100 Euro, nach Rob eine völlig unglaubwürdig teure Wassermelone, “mit der man weder Superkräfte bekommt und auch nicht plötzlich mit Tieren sprechen kann”.

Die USA und das liebe Geld

Damit der Kulturschock zum Abschluss der Weltreise noch größer wird, machten sich die beiden anschließend auf den Weg zur Westküste der USA und Kanada. Das Geld wurde langsam knapp und zu allem Übel verzockte Rob einen wesentlichen Teil davon beim Roulette. Der Schock war groß, das schlechte Gefühl sowas von da, doch er entschied sich, am nächsten Tag einem Kellner ganze 50 Dollar Trinkgeld zu geben, nur um zu sehen was passieren würde, “wenn man den Kreislauf des Geldes mit was Gutem füttert”. Der Kellner muss unendlich überrascht und dankbar gewesen sein.

So vergingen die anderthalb Stunden in der Urania Berlin, in denen man mit Rob und Charleen noch einmal 316 Tage durch die Welt reiste. Man erlebte mit ihnen noch einmal die Höhen und Tiefen, man sah die fantastischen Eindrücke der verschiedenen Länder und Kulturen, man fühlte die beklemmenden Momente mit, als die Energie langsam erschöpfte, das Geld und die Mittel knapp wurden und man freute sich, wenn sich für die beiden doch noch neue Möglichkeiten auftaten. Wer jetzt noch wissen möchte, ob Rob und Charleen ihr Glück in der Welt gefunden haben, kann ihr Buch lesen oder auf seiner Website herumstöbern.

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