Panama - Santa Catalina: Ein verschlafenes Paradies

Panama - Santa Catalina: Ein verschlafenes Paradies

Grüne Hügel, tropische Strände, riesige Muscheln und die saftigsten Ananasse der Welt. Deine Augen leuchten am Abend von all den Wundern, die du gesehen hast. Das ist Santa Catalina in Panama.

Reisebericht

Da will ich auch hin!

Zwei Strände, ein Fluss und viel Natur

An sich ist Santa Catalina ein sehr kleines Dorf, bestehend aus zwei Straßen an der Pazifikküste. Ein paar Hostels, Tauch-, Schnorchel-,Surfer-Läden und Restaurants. Das war es schon und ansonsten viel Paradies.

Angekommen in Santa Catalina gelangt man an der Straße direkt geradeaus zu dem kleinen Strand, Playa Santa Catalina. Dort gibt es einen Blick auf die Isla Santa Catalina, zu der man mit dem Kanu herüber kann. Wer auf Perlmuttmuscheln steht, wird hier fündig. Es lohnt sich auch, den einheimischen Kids in der Abendsonne beim Surfen zuzusehen.

Der Straße links folgt man zu dem Strand Playa Estero. Nach 15 Minuten steht man an einem Fluss. Das ist schon abenteuerlich. Denn ja, tatsächlich, der muss überquert werden, um an den Strand zu kommen. Meist ist es möglich Unterschenkel hoch durch den Fluss zu laufen. Wenn jedoch Flut ist, kann es schon einmal heißen Schuhe aus, Tasche über den Kopf und Schwimmen.

Für Erholer

Wer auf Erholung steht, kann einfach zu dem Playa Estero laufen und dort den Tag verbringen. Bei dem Food Trucks im Dorf lässt sich gut eine frische Ananas als Snack kaufen. Oder am besten gleich fünf, denn der Geschmack ist unvergesslich. Angekommen lohnt sich ein Wellenbad, am Strand entlang zu spazieren oder einfach nur da zu liegen und diese Naturschönheit einzuatmen.

Für Fruchtmonster

Wer ein klein bisschen etwas tun will schnappt sich eine Kokosnuss, die hier überall herumliegen. Die runden Dinger mit brauner Schicht drum herum sind es nur, falls Unsicherheit besteht. Denn wir Europäer kennen sie eher mit harter Schale außen, diese liegt aber erst darunter. Knacken lassen sie sich am besten „höhlenmenschartig“ auf einem spitze Stein. Sobald ein Riss drin ist, Saft trinken und danach weiterkloppen, bis sie entzweibricht. Eine kleine Video-Anleitung gefällig - klick.

Für Surfliebhaber

Santa Catalina ist der ideale Ort um Surfen zu lernen. Das ganze Jahr Wellen und warmes Wasser. Weit kann man ins Wasser hineinlaufen auf weichem Sand und muss nicht lange auf Wellen warten. Unterricht kann man gut bei Rancho Estero nehmen beispielsweise. Sehr gut erklärt und es reichen eigentlich 1-2 Stunden, der Rest ist erst mal Übung.

Surfboards leihen - Am besten können Surfboards direkt am Playa Estero geliehen werden. Bei Aqua Verde oder Pension Ocean Hostel wird man fündig, zum günstigsten Preis. (Preis:10$ Zeit: 6h) Sie sind beide kurz vor dem Fluss auf der linken Seite. Einen Ausweis mit zu nehmen ist von Vorteil.

Für Abenteurer: Isla Coiba

Um weiße Strand-Inseln herum schnorcheln, einmal ein Schwarmfisch sein, sich winzig fühlen neben einem Wahlhai oder einer Meeresschildkröte tauchend folgen. Da heißt es ab ins Wasser, schnorchelnd oder tauchend. Wenn die Meeresbewohner einen besonders lieb gewonnen haben, fährt man zurück, begleitet von um das Boot herumtanzenden Delfinen.

Die Coiba Inseln bestehen aus 38 Inseln und sind ein unberührtes Naturschutzgebiet. (Die Unberührtheit verdanken die Inseln, dass sie bis 2004 ein Gefängnis waren. Heute ist davon nichts zu spüren.) Schnorcheln mit Guide und Essen kostet 50$ plus die Parkgebühr von 20$. Nicht ganz billig aber es lohnt sich sehr. Tauchen ist dementsprechend noch einmal teurer.

Unterkünfte: Wellen- oder Muschelstrand

Das Oasis Surf Camp und Rancho Estero sind Hostels direkt am Meer, am Playa Estero. Das Rancho Estero ist etwas höher gelegen an einer Klippe mit Panorama Blick. Das Surf Camp ist unten in der Bucht. Einmal in richtigen Bambushütten (aber mit Mückennetz) übernachten vom schäumenden Meer geweckt werden und den ersten Blick durch Palmen aufs Meer werfen können.

Einen ruhigeren Strand ganz für sich alleine bekommt man im Hibiscus Garden. Es ist außerhalb des Dörfchens, inmitten von Kokospalmen, Minimango- und Limettenbäumen. Hier lassen sich die abgefahrensten Muscheln überhaupt finden, von denen man nicht dachte, dass sie existieren. Der Duft von frisch gepflückten Limetten in der Hand wird einen umhauen. Selbst wenn man nicht hier übernachten mag, kann man dem Ort einen Besuch abstatten. Einfach einen frischen Saft im Restaurant genießen und den Strand nutzen.

Geheimtipps für das Kulinarische

Direkt im Dorf gibt es das süßeste Café Santa Catalinas, das Sugar Mama´s. Von einer Panamaerin geleitet, die einfach Süßes liebt und der es in Panama City zu laut war. Auch die kleine Pizzeria Stefania ist hier, mit guten Fischtellern und Obstsalat. Unfassbar schön angerichtet mit in Früchte geschnittenen Blumen, große Portionen und dem netten Geplauder der Inhaberin aus Kolumbien.

Am Strand Playa Estero liegt das Hostel Mama Ines, aber es hat auch eine Balkonbar um Bäume herum gebaut. Ein buntes Haus an der Klippe. Hier schlürft sich herrlich ein Milchshake mit frischen Früchten und Meeres-Panorama. Man kommt direkt von der Strandseite aus dorthin, über eine bunte Treppe am Fuß des Flusses.

Anreise

  • Flughafen Tocumen in Panama City. Es lohnt sich in der Innenstadt 4-5 Tage einzuplanen. Warum, findest du hier.

  • Taxi oder Bus zur Innenstadt. Ein Taxi kostet um die 25$. Der Bus nur 1,25$, ist allerdings etwas versteckter. Eine bebilderte gute Wegbeschreibung findet ihr dort auf Deutsch und auf Englisch.

  • Von der Innenstadt zur Albrook Mall. Ihr nehmt einen Bus mit der Aufschrift Albrook, die größte Shopping Mall Südamerikas und der Bahnhof sind mit einander verknüpft. (Fahrzeit: 15 Min.)

  • Bus nach Soná. Sucht einen Schalter mit Banner Soná. Der Weg nach Santa Catalina führt immer über Soná. (Preis: 8$, Fahrzeit: 6h) Schaut das ihr vor dem letzten Bus um 16Uhr, der von Soná nach Santa Catalina fährt, in Soná ankommt. Denn Soná lohnt sich nicht.

  • Bus nach Santa Catalina. In Soná ist es ganz einfach, sobald ihr aussteigt fragen direkt die herumstehenden Fahrer vor Ort „Santa Catalina“. Tickets werden beim Fahrer gekauft und bezahlt, wenn ihr aussteigt. (Preis: 6$, Fahrzeit 1,10h) Wenn ihr zum Hibiskus Garden wollt sagt es zu Beginn dem Fahrer.

Was ihr mitnehmen solltet

Geld - in Soná gibt es den letzten ATM, in Santa Catalina nicht einen. Ihr könnt zwar auch bei einigen in Santa Catalina mit Karte zahlen, Bargeld wäre aber nicht schlecht.

Mückenzeug - Wer nah am Strand wohnen will hat nun mal viele Mücken, auch tagsüber. Die Mücken die dort leben sind auch noch besonders schlau und finden jede ungeschützte Stelle.

Sonnencreme - Am Besten in Europa kaufen, die ist überall wahnsinnig teuer.

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