Norwegen – Roadtrip durch das Land der Wikinger (Teil 2)

Auf dem Weg in das Land der Trolle

Norwegen – Roadtrip durch das Land der Wikinger (Teil 2)

Samstag, 14.07.2018 - 06:00, der Wecker klingelte sehr früh. Die komplette Nacht hatte ich vor Aufregung kaum geschlafen. Die Angst etwas zu vergessen das man dringend brauchen könnte war immer im Hinterkopf.

Reisebericht

Die Route an diesem Tag ging gegen 08:00 los. Unser Tagesziel war der Süden Dänemarks. Um 07:00 stand Daniel vollgepackt vor meiner Haustür. Jetzt hatten wir noch eine Stunde um das komplette Auto zu beladen, sollten wir pünktlich loswollen. Vor uns lagen knapp 900 Kilometer die uns einmal durch Deutschland führen würden bis nach Fehmarn. Um 16:00 fuhren wir über die bekannte Fehmarnsundbrücke, die auf die Insel Fehmarn führt. Es war ein tolles Gefühl mal wieder die Ostsee zu sehen. Das Wetter war perfekt und es konnte nicht besser laufen. Daniel, meine Reisebegleitung hatte vorher noch nie die Ostsee gesehen beziehungsweise war jemals im Norden Deutschlands. Er war überrascht wie facettenreich Deutschland sein kann. Wir hatten noch etwas Zeit bis unsere Fähre kam. Diese Zeit nutzten wir natürlich aus und gingen in der Ostsee baden. Etwas kühl aber bei dem heißen Wetter genau das Richtige. Danach fuhren wir noch ein gutes halbes Stündchen über Fehmarn bis wir an unseren Hafen im Norden der Insel kamen. Dort hatten wir noch 30 Minuten Zeit uns etwas die Beine zu vertreten bis unsere Fähre rüber nach Dänemark ging. Mittlerweile war es schon 21 Uhr und wir mussten, wenn wir unser Tagesziel erreichen wollen noch ungefähr 50 Kilometer fahren um in ein Waldgebiet zu kommen in dem man auch Zelten darf. Die nordischen Länder sind ziemlich offen was Wildcampen anbelangt. In Norwegen und Schweden kann man so gut wie überall Zelten. Ausgenommen sind natürlich Privatgrundstücke. In Dänemark ist das etwas anders. Erlaubt ist es nur in gekennzeichneten Waldstücken. Um 21:30 kamen wir an einem Waldstück in dem das Zelten erlaubt ist an. Unser Glück war, im Sommer geht die Sonne in den skandinavischen Ländern eigentlich nie komplett unter. Es dämmert leicht aber richtig dunkel wird es nie. In dem Waldstück bereiteten wir unser Lager vor und machten noch etwas über dem Campingkocher zu essen, bevor wir in das Zelt fielen. Wir wussten, der nächste Tag wird lang.

Sonntag, 15.07.2018 - 06:00, der nächste Tag ist angebrochen. An diesem zweiten Tag unserer Reise hatten wir vor bis nach Rade zu fahren. Rade ist ein kleines Dorf in Norwegen. Die Route ging von Dänemark, über Schweden bis nach Norwegen. Da es aber sehr lange hell ist und einfach nicht richtig dunkel wird, beschlossen wir einfach so lange zu fahren bis wir keine Lust mehr hatten. An diesem Tag fuhren wir sogar 900 Kilometer. 200 Kilometer weiter als wir im Voraus geplant hatten. Aber es ist so einfach in den skandinavischen Ländern zu fahren. Weniger Verkehr, keine Staus, grandiose Natur und ein Höchstgeschwindigkeitslimit von 110.
Um 21:00 fuhren wir eine tolle Bergstraße mitten in Norwegen entlang und dort gefiel es uns so gut, dass wir beschlossen unser Zelt aufzuschlagen. Unser Zelt platzierten wir so, dass der Eingang in Richtung eines tollen Gletschers, der den Berg schmückte, zeigte. Eine unbeschreiblich tolle Aussicht. Wir erkundeten mit unserer Kamera an diesem Tag noch die Gegend und ließen den restlichen Tag langsam ausklingen. Man muss die Natur einfach mal auf sich wirken lassen. Wir saßen am Zelt und guckten der Sonne bis nachts entgegen. Eigentlich warteten wir, dass diese noch etwas untergeht doch wir waren mittlerweile soweit im Norden, dass es nur noch dämmerte. Es ist ein lustiges Gefühl, wenn man nachts gegen 02:00 draußen sitzt und noch alles sehen kann, weil es nicht dunkel wird.

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