Meeresschutz im Urlaub: Praktische Tipps für nachhaltiges Reisen

Meeresschutz im Urlaub: Praktische Tipps für nachhaltiges Reisen

Für Mensch und Tier ist das Meer eine wichtige Lebensgrundlage. Wir brauchen das Meer, genauso wie es uns braucht. Fast drei Viertel der Erde sind vom blauen Nass bedeckt. Die Meere sind ein riesiges Ökosystem, das vom Menschen jedoch in der letzten Zeit aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Ein Urlaub am Meer ist eine gute Gelegenheit, einen Beitrag zum Schutz von Meerestieren und Meeresumwelt zu leisten

Ratgeber

Die Ozeane sind für viele Menschen, die in Deutschland leben, weit weg, doch zählen sie gleichzeitig zu den beliebtesten Urlaubszielen. Während man als Reisender die Natur genießt, kann man gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun.
Dazu gehört nicht nur, den Müll nicht am Strand liegen zu lassen. Es gibt eine Vielzahl an Tipps und Vorschlägen, wie Urlauber aktiv zum Schutz der Meere beitragen können. Viele Tipps findest Du beispielsweise hier.

Zigarettenfilter und Kunststoff vermeiden

Ein wichtiger Grundsatz im Urlaub am Meer und anderswo sollte sein, dass nur Fußspuren in der freien Natur hinterlassen werden. Zigarettenfilter sollten nicht achtlos weggeworfen werden, da sie aus dem schwer abbaubaren Kunststoff Celluloseacetat bestehen. Dieser Kunststoff wird im Ozean erst nach vielen Jahrzehnten zersetzt. Das gilt auch für andere Kunststoffprodukte, beispielsweise für Kaffeebecher und Trinkhalme. Eine gute Alternative sind Coffee-to-go-Becher aus Bambus, die mehrfach verwendbar sind, sowie Trinkhalme aus echtem Stroh.

Aktiv werden beim Müllsammeln

In jedem Jahr landen 10 Millionen Tonnen Müll im Meer – eine erschütternde Bilanz. Der Plastikmüll stellt vor allem in den Ozeanen ein Problem dar. Vom Meer gelangt er in die Flüsse. Durch Winterstürme wird er wieder zurück an die Küsten geschwemmt. In den nächsten hundert Jahren können sich Einkaufstüten, Plastikflaschen oder Verpackungen nicht zersetzen.

Die US-amerikanische Umweltorganisation Ocean Conservancy ruft seit mehr als 30 Jahren zum International Coastal Cleanup Day (ICC) auf, bei dem es sich um die größte freiwillige Meeresschutzaktion weltweit handelt. Im Rahmen von koordinierten Sammelaktionen kann die Natur nicht nur von gefährlichen Abfällen befreit werden, sondern diese Aktionen gewähren auch Auskunft über Herkunft und Ausmaß des Mülls. Möchtest Du aktiv zum Schutz der Meere beitragen, kannst Du Dich vor dem Urlaubsantritt informieren, ob an Deinem Reiseziel solche Aktionen durchgeführt werden.

Nachhaltigkeit bei der Wal- und Delfinbeobachtung

Das Schwimmen mit Delfinen in freier Wildbahn erfreut sich großer Beliebtheit, doch beobachten die Wissenschaftler immer häufiger negative Auswirkungen auf die touristisch intensiv genutzten Populationen der Meeressäuger. Dünenlebensgemeinschaften, Salzwiesen und andere sensible Küstengebiete werden zerstört. Die achtlos von Touristen zurückgelassenen Müllberge verursachen zusätzliche Schäden.

Das Überleben von Walen und Delfinen wird an vielen Küsten durch den ausufernden Tourismus bei Wal- und Delfinbeobachtungen bedroht. Ein Beispiel dafür ist der ägyptische Badeort Hurghada am Roten Meer. Das Schwimmen mit Delfinen stellt bereits eine ernsthafte Bedrohung für das Überleben der großen Meeressäuger dar.

Du kannst jedoch dazu beitragen, dass Wale und Delfine in freier Wildbahn nicht durch Beobachtungen und Schwimmen mit Touristen bedroht werden, indem Du einen verantwortungsvoll operierenden Anbieter auswählst. Nachhaltige Begegnungen mit den wunderbaren Meeressäugern sind bei kleinen Reiseveranstaltern sowie bei der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und anderen Meeresschutzorganisationen möglich. Hier kannst du mehr über die Projekte des GRD erfahren.

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