5 interessante Orte auf Teneriffa, die nicht jeder kennt

  • Jenny & Christian

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5 interessante Orte auf Teneriffa, die nicht jeder kennt

Teneriffa ist als größte der insgesamt 7 kanarischen Inseln ein beliebtes Urlaubsziel. Die meisten Reisenden verschlägt es dabei in die Haupt-Touristenzentren nach Puerto de la Cruz zu bieten. Wusstest du zum Beispiel, dass es auf Teneriffa die größte Lava-Höhle Europas gibt? Und auch den drittgrößten Inselvulkan der Welt? Doch um diese Sehenswürdigkeiten der Superlative soll es in diesem Beitrag ausnahmsweise mal nicht gehen. Dafür verraten wir dir 5 interessante Orte auf Teneriffa, die durchaus noch echte Geheimtipps sind.

Reiseinspiration

Interessante Orte auf Teneriffa: 5 Geheimtipps

Da Teneriffa sich gut zum Wandern eignet, kommen viele Urlauber gerne zum Trekking oder auch zum Radfahren hierher. Durch den Teide Nationalpark bietet die Insel viel Natur und auch gut ausgeschilderte Wanderwege. Doch vor allem zur Hochsaison in den Wintermonaten sind die bekannten Wanderwege schnell überfüllt. Daher bietet dir unser Geheimtipp Nr. 1 einen interessanten Wanderweg, der dir viel Ruhe und Einsamkeit verspricht.

Unsere Nr. 1 der interessanten Orte auf Teneriffa: Der Aschenkegel "Chinyero"

Der Chinyero liegt an den Ausläufern des Teide Nationalparks auf ca. 1.556 Metern Höhe. Es handelt sich um einen sogenannten Aschenkegel, der vulkanischen Ursprungs ist. Im Jahr 1909 ist der Chinyero letztmalig ausgebrochen und sorgt damit bis heute für die letzte Eruption, die auf Teneriffa stattfand. Es gibt einen schönen Wanderweg, der dich bis dicht an die Spitze des Aschenkegels heran führt. Von hier hast du zudem einen tollen Blick auf den Teide Vulkan.

Aufgrund seiner Höhe liegt der Chinyero oftmals über den Wolken. Daher ist die Sonneneinstrahlung hier häufig stark und es gibt kaum Schatten. Wenn du den Weg in den Sommermonaten gehen möchtest, empfehlen wir dir daher, entweder morgens früh oder am späten Nachmittag zu starten. Am Abend ist das Licht besonders schön und du kannst hier auch den Sonnenuntergang anschauen.

Anreise zum Chinyero

Wenn du die TF-373 von San José de los Llanos nach La Montañeta fährst, durchquerst du bereits ein Teilgebiet des Chinyero. Hier siehst du bereits, wie ausgefallen die Natur am Chinyero ist. Zwischen den Lavasteinen wachsen sogar Pinienbäume empor. Bevor du La Montañeta erreichst, führt dich dann ein Schotterweg hinauf zur Arenas Negras. Die Straße hier ist leider voller Schlaglöcher und nicht asphaltiert, sodass du langsam und vorsichtig fahren solltest.

Zudem solltest du wissen, dass die meisten Mietwagen auf Teneriffa nicht gegen Reifenpannen versichert sind. Achte hierauf daher besonders, wenn du den Mietwagen-Vertrag abschließt. Du kannst Reifen- und Glasschäden in der Regel separat gegen einen Aufpreis mitversichern. Wenn du das Auto schonen möchtest, kannst du auch an der Einfahrt des Schotterwegs parken und die ca. 2,6 Kilometer bis zum Waldparkplatz zu Fuß hinaufgehen.

Wanderung um den Chinyero

Vom Waldparkplatz der Arenas Negras führt dich zunächst der offizielle Wanderpfad "Sendero PR-TF 43" hinauf in den Pinienwald. Der Weg startet links neben dem Waldspielplatz, wo sich auch der Parkplatz befindet. Folge dem Wanderweg hinauf, bis du nach ca. 30 Minuten an eine Wegkreuzung kommst. Der offizielle Wanderweg führt dich nun geradeaus. Wir empfehlen dir hier aber den Weg nach rechts zu nehmen, wo du auch eine Schranke siehst.

Es handelt sich hierbei ebenfalls um einen offiziellen Weg, der jedoch kein speziell gekennzeichnetes Wandergebiet ist. Folge nun einfach diesem Weg, der dich automatisch bis kurz unter die Spitze des Chinyero führt. Da eine Rundwanderung über die offiziellen Wege hier leider nicht möglich ist, solltest du den Weg anschließend am besten wieder zurücklaufen. Für die Tour kannst du ca. 2,5 Stunden Zeit einplanen.

Wenn du wieder am Waldparkplatz angekommen bist, kannst du noch einen kurzen Abstecher zur anderen Seite des Aschenkegels machen. Hierzu nimmst du den Weg, der dich rechts neben Waldspielplatz den Hügel hinaufführt. Dort erreichst du nach ca. 10 Gehminuten das Wegende. Oftmals stehen die Wolken recht tief, sodass du dich an dieser Stelle über den Wolken befindest. Zum Sonnenuntergang ist dieser Ort besonders lohnenswert.

Nr. 2: Der Naturpool "Charco de la Laja"

Teneriffa ist allgemein bekannt für die schönen Naturpools am Meer, die sich aus Lavagestein gebildet haben. Erkaltete Lava, die ins Meer geflossen ist, hat an vielen Stellen natürliche Infinity-Pools geschaffen. Während die bekannteren Naturpools in Garachico oder El Sauzal teilweise recht voll sind, findest du im kleinen Ort San Juan de la Rambla einen vergleichsweise wenig besuchten Naturpool. Die Nutzung ist sogar kostenfrei.

Der Pool trägt den Namen Charco de la Laja und ist ca. 1,40 Meter tief. Die Straße, die zum Naturpool hineinführt, endet an einem Wendekreis, wo du gut parken kannst. Hier führt dich ein gepflasterter Weg aus Lavasteinen ca. 150 Treppenstufen hinunter bis zum Pool. Schaue am besten vorher online nach, zu welcher Uhrzeit an deinem Besuchstag Ebbe ist.

Bei Flut können die Wellen nämlich so stark sein, dass der Pool oftmals überflutet wird. Was bei kleinen Wellen durchaus Spaß macht, kann bei großen Wellen leider gefährlich werden. Daher solltest du den Pool zunächst einige Minuten lang beobachten, bevor du hinein gehst. Bei Flut und hohem Wellengang raten wir dir aus Sicherheitsgründen vom Schwimmen ab.

Da Charco de la Laja vor allem von Einheimischen besucht wird, ist es hier tagsüber in der Woche meistens leer. Mit etwas Glück hast du den Pool sogar komplett für dich alleine. Etwas voller ist es in der Regel am Abend sowie an Wochenenden und Feiertagen. Nach deinem Bad im Pool kannst du dann noch die historische, kleine Altstadt von San Juan de la Rambla anschauen. Dort gibt es auch einige Restaurants zur Stärkung.

Nr. 3: Der Strand, wo eigentlich nur Einheimische sind - Playa de la Arena

An der Nordküste Teneriffas findest du nicht allzu viele "echte" Strände mit Sand. Die meisten Stellen, die den Namen "Playa" (spanisch für Strand) tragen, sind hier eher felsig oder recht klein. Anders ist dies beim Playa de la Arena. Auch dieser Ort wird - ebenso wie Charco de la Laja - überwiegend von Einheimischen besucht. Daher ist tagsüber in der Woche meist nicht viel los am Strand.

Der Playa de la Arena gehört zur Gemeinde Tacoronte. Wenn du nach dem Strand suchst, musst du etwas aufpassen, da es noch einen gleichnamigen Strand im Ort La Arena (in der Nähe von Los Gigantes) gibt. Dieser ist jedoch weit mehr bekannt und voller. Der Weg zum Playa de la Arena in Tacoronte führt dich von der TF-16 eine Serpentinenstraße hinunter. Die Straße ist zweispurig, aber teilweise etwas eng. Daher solltest du mit eventuell entgegenkommenden Bussen etwas aufpassen.

Unten angekommen findest du einen großen Parkplatz, wo du kostenfrei stehen kannst. Hier gibt es einen Fußweg durch einen großen Tunnel, der dich direkt zum Strand führt. Neben einem breiten, schwarzen Sandstrand erwartet dich hier auch eine Strandpromenade. Du kannst also auch etwas spazieren gehen und auf einer der Bänke mit Blick aufs Meer verweilen.

Es gibt am Strand keine Liegestühle, aber dafür Süßwasser-Duschen und Toiletten. Da es am Strand auch wenig Schatten gibt, solltest du bei einem längeren Aufenthalt an einen Sonnenschutz denken.

Unsere Nr. 4 der interessanten Orte auf Teneriffa: Die Geisterstadt in Abades

Wenn du gerne unkonventionelle Orte magst, wird dir die Geisterstadt in Abades gefallen. Es handelt sich hierbei um ein großes Gelände mit Meerblick, auf dem ehemals eine Klinik für Lepra-Kranke entstehen sollte. Der Bau startete im Jahr 1944, als es auf Teneriffa schon knapp 200 Lepra-Tote gab. Um die Krankheit einzudämmen und zu bekämpfen, sollte in Abades eine Lepra-Station mit Krankenhaus, Krematorium und Verwaltungsgebäuden entstehen.

Doch bevor die Klinik je eröffnet wurde, gelang es der Medizin, ein Heilmittel gegen Lepra zu entwickeln. Daher wurde der Bau gestoppt, als das Gelände schon fast fertig war. Nachdem das spanische Militär das Gelände eine Zeit lang als Übungsplatz nutze, steht es nun seit 2001 leer und verfällt immer weiter.

Auch wenn es sich nicht um ein offizielles Touristen-Ziel handelt, ist das Gelände frei zugänglich und nicht abgesperrt. Das Betreten erfolgt dennoch auf eigene Gefahr. In der Geisterstadt erwarten dich etwa 30 Ruinen, die vielfach mit Graffiti besprüht sind. Das Highlight ist die Kirche, die sich auf dem höchsten Punkt der Geisterstadt befindet. Hier ragt noch heute das große Kreuz empor, das die Kirche sogar von der Autobahn TF-1 aus sichtbar macht.

Ein Besuch der Geisterstadt lohnt sich vor allem, wenn du sogenannte "Lost Places" und Graffitis magst. Um die Gebäude anzuschauen, solltest du ca. 1 bis 1,5 Stunden Zeit einplanen. Der Eintritt ist kostenlos.

Nr. 5: Das Architektur-Highlight "MAGMA"

Das Gegenteil der zerfallenen Geisterstadt von Abades findest du an der Costa Adeje. Oberhalb von Playa de las Américas ist hier mit dem MAGMA Art & Congress ein echtes Architektur-Highlight entstanden. Das Gebäude besteht in großen Teilen aus Beton und Lavasteinen und ist damit sehr modern. Das Gebäude wurde nach den Entwürfen des spanischen Star-Architekten Fernando Menis im Jahr 2005 fertiggestellt.

Seither finden im MAGMA vor allem Kongresse, Veranstaltungen und Konzerte statt. Auch Theaterstücke werden hier teilweise aufgeführt. Als Besucher kannst du das Gebäude im Rahmen der sogenannten MAGMA Tour anschauen. Die Führung findet auf Englisch statt und dauert ca. 1 Stunde. Du siehst dabei alle Räume des MAGMAs und kannst sogar auf das wellenförmige Dach hinauf.

Der Blick hinter die Kulissen ist dabei nicht nur für Architekten spannend. Wenn du dich ein wenig für Gebäude und moderne Kunst interessierst, wird dir die MAGMA Tour sehr wahrscheinlich gut gefallen. Denn das Gebäude an sich ist quasi schon ein Kunstwerk. Die Tour wird von Tracey durchgeführt, die ursprünglich aus England kommt. Sie gestaltet die Tour sehr interaktiv und spannend, sodass sich ein Besuch durchaus lohnt.

Der Eintritt kostet 10 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder (Stand Oktober 2018). Die MAGMA Tour wird von Montag bis Freitag jeweils um 11 Uhr angeboten. Nur wenige Minuten vom MAGMA entfernt befinden sich zudem die Siam Shopping Mall sowie der große Siam Wasserpark. Daher kannst du deinen Besuch hier gut mit weiteren Aktivitäten kombinieren.

Anreise nach Teneriffa

Da du unsere Top 5 der interessanteste Orte auf Teneriffa nun kennst, bleibt eigentlich nur noch die Frage: Wie kommst du schnellst möglich hin? Von Deutschland aus gibt es viele Airlines, die auf direktem Weg nach Teneriffa fliegen. Im Süden der Insel gibt es einen großen, internationalen Flughafen. Hier starten und landen täglich viele Hundert Maschinen. Direktflüge nach Teneriffa gibt es z.B. von folgenden deutschen Flughäfen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Berlin
  • Bremen
  • Düsseldorf
  • Erfurt
  • Frankfurt am Main
  • Friedrichshafen
  • Hamburg
  • Kassel
  • Köln
  • Leipzig
  • Memmingen
  • München
  • Münster
  • Paderborn
  • Rostock

Darüberhinaus gibt es auch im Norden von Teneriffa noch einen kleineren Flughafen. Hier werden vor allem innerspanische Flugzeuge abgefertigt. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, mit der Fähre nach Teneriffa zu reisen. Fährverbindungen nach Teneriffa gibt es von allen übrigen kanarischen Inseln sowie vom spanischen Festland von Arrecife, Cadiz und Huelva.

Klima auf Teneriffa

Da auf Teneriffa das ganze Jahr über milde Temperaturen herrschen, kannst du eigentlich zu jeder Jahreszeit gut hierher reisen. In den Sommermonaten ist dabei die beste Saison zum Baden. Für einen klassischen Strandurlaub kannst du vor allem von Mai bis September viel Sonne und bis zu 29 Grad Celsius erwarten. Besonders sonnig und warm sind dabei die Orte in Süd-Teneriffa.

Aber auch im Winter liegen die Temperaturen durchschnittlich noch bei ca. 20 Grad Celsius. Da es dann nicht mehr allzu heiß ist, sind die Wintermonate vor allem bei Wanderern sehr beliebt. Etwas anders sieht es klimatisch jedoch auf dem Teide Vulkan aus. Da dieser an der Spitze eine Höhe von 3.718 Metern erreicht, kann es hier im Winter sogar Schnee geben.

Daher solltest du auf jeden Fall auch eine Jacke im Reisegepäck mitnehmen, falls du im Winter nach Teneriffa reist.

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