Frühling in Paris - ein Fest fürs Leben

Frühling in Paris - ein Fest fürs Leben

"Wenn du das Glück hattest, als junger Mensch in Paris zu sein, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn Paris ist ein Fest fürs Leben", schreibt Ernest Hemingway in seinen Erinnerungen an die französische Hauptstadt und auch für mich sollte es im Frühjahr 2012 Liebe auf den ersten Blick sein: Heute, sechs Frühlinge später, ist es eine Liebe, die hält.

Reisebericht

Mit jeder Rückkehr, jedem weiteren Wochenende, lerne ich die Stadt besser kennen und bin jedes Mal aufs Neue entzückt von ihrer atemberaubenden Schönheit. In Paris ist alles petit und zauberhaft, die Stadt sieht aus wie aus dem Bilderbuch (oder dem Drehbuch des nächsten Woody Allen Films) – die Boulangeries (Bäckereien), Epiceries (Feinkostläden), Pâtisserien, Cafés, Märkte, Boutiquen, Blumenläden und unzähligen fruits et legumes Läden (Obst und Gemüse).

Den Tag beginne ich mit einem Frühstück á la française, einem buttrigen, saftigen, weichen, fluffigen, perfekt ausbalanciertem Crossaint. Wer Croissants ohne Füllung langweilig findet, wird in Paris eines Besseren belehrt. Am liebsten bei Du paín et des Idées (34 Rue Yves Toudic), Huré (18 rue Rambuteau) oder Pain Pain (88 Rue des Martyrs) – vom Brot über Backwaren bis hin zu den süßen Sachen schmeckt und riecht alles wunderbar. Widerstehen ist in Paris unmöglich, an jeder Ecke wartet eine neue Versuchung darauf, probiert zu werden und der Duft von frisch Gebackenem liegt in der Luft und wird zu deinem ständigen Begleiter.

Nach dem Frühstück lässt es sich in Paris herrlich flanieren: mit gefülltem, glücklichem Magen spaziert man an der Seine, am Canal de l’Ourcq, durch die Gassen von Montmartre oder das Künstlerviertel Marais.

Im berühmten Café de Flores oder Les Deux Magots trafen sich Hemingway und Fitzgerald und obgleich ‚Leute gucken’ wahrscheinlich nirgendwo mehr Spaß macht, sind die Preise für dieses Vergnügen doch sehr happig. Wir machen Halt bei Porteña (3 Rue Muller) für eines der leckersten Desserts, das ich je gekostet habe: selbst gemachte Empanadas gefüllt mit dulce de Leche. Eine köstliche Entdeckung unweit der Sacré-coeur-Kirche, aber doch abgelegen genug, um von dem Touristenstrom verschont zu bleiben.

Nach Paris zu kommen, ohne einen Crêpes zu essen, kommt einer Kardinalsünde gleich. Breizh Café (109 Rue Vieille du Temple) und La Droguerie du Marais (56 Rue des Rosiers) sind dafür die besten Adressen.

Ein Klassiker, aber unbedingt einen Besuch und jeden Cent wer, sind die Macarons von Ladurée, eine Investition in ein Geschmackserlebnis erster Klasse. Da die bunten Macarons auch etwas fürs Auge sind, lassen sie sich auch wunderbar als Geschenk für die Liebsten daheim transportieren. Mein Tipp: Salz-Karamell, Schoko-Karamell, Zitrone und Vanille im Ladurée-Store in der 21 Rue Bonaparte kaufen und im schönsten Park Paris, dem Jardin du Luxembourg, genießen und sich dabei die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Die Rue de Vieille du Temple ist mit ihren bunten Boutiquen, Shops, Galerien, Büchereien, Weinläden, Restaurants, Cafés, Eisdielen sehenswert und spiegelt das Pariser Lebensgefühl wie kaum eine andere Straße wider: arbeiten, um zu leben. Nicht leben, um zu arbeiten.

Für ein Mittagessen in der Sonne ist das Cafe de la Poste in Marais (124 rue de Turenne) der richtige Ort. Ich esse dort entweder le tartare boeuf mit Kapern, Pesto und hausgemachten Pommes Frites oder le tartare de salmon mit hausgemachter, vorzüglicher Wasabi Mayonese (zum Reinlegen!!). Beide Gerichte kosten je 15 Euro und sind mehr als sättigend. Man kann dort schön draußen sitzen und mit Food-Koma vor sich hin dösen und das bunte Treiben auf den Straßen beobachten – es kommt garantiert der ein oder andere schmucke Pariser oder schicke Parisienne vorbei.

Eine Neuentdeckung war die Rue Crémieux mit ihren bunten Häusern – wie gemacht für Instagram. Die Straße ist malerisch: rosa, lila, grüne, himmelblaue Häuser reihen sich in Pastellfarben aneiannder und die Bewohner essen vor ihren hübschen Häusern draußen in der Sonne zu Mittag und schmunzeln über die Touristen in ihrer Straße, die im Zeitalter von Social Media zum Instagramstar aufgestiegen ist.

Dass Liebe universell und immer en vogue ist, zeigt die le mur ‚Des je t’aime’ in Montmatre (Metro Abbesses). Eine Mauer, die den drei schönsten Worten der Welt in allen seinen Sprachen gewidmet ist: Je t’aime. Parist ist und bleibt die Stadt der Liebe.

Zumindest einmal sollte man den Pariser Eifelturm gesehen haben. Bei Nacht erleuchtet ist er besonders ansehnlich, zu jeder vollen Stunde glitzert er bis einschließlich 1 Uhr nachts und ab 23 Uhr abends ist er auch nicht mehr ganz so stark von Touristenscharen frequentiert. Ein Dinner unter dem Eifelturm mit pan, fromage et vin rouge hat seinen Charm, so touristisch und überlaufen er auch sein mag.

Allen anderen seien die Bars, Cafés und Restaurants im Quartier Marais ans Herz gelegt. Wir haben im Big Love in der 30, rue Debelleyme die beste – Achtung – (glutenfreie) Pizza aller Zeiten gegessen. Ich kann die Aufschreie förmlich hören: ‚glutenfrei, das kann doch nicht schmecken’!!! Mein Freund ist Italiener mit Leib & Seele und musste an selbigem Abend zerknirscht zugeben, dass er die beste Pizza seines Lebens in Paris und nicht in Italien gegessen hat und die dann zu allem Übel auch noch glutenfrei war. Wir haben die Double Truffle und die Burtadella mit Mortadella, Burrata und Pistazien bestellt und beide Pizzen waren eine Offenbarung (und riesig!). Alle Produkte werden direkt aus Italien importiert und jeder Bissen schmeckt nach Qualität. Probiert diese pizza napoletana sans gluten und dankt mir später.

Was ich in diesem Wochenende gelernt habe? Die besten Dinge auf der Welt beginnen mit P wie Paris oder Pizza.

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