Ein magischer Ort im Süden Englands: Der Chesil Beach

Ein magischer Ort im Süden Englands: Der Chesil Beach

Der Chesil Beach scheint etwas Magisches auszustrahlen. Das tosende Meer, die zigtausenden, verschieden großen Kieselsteine und der nahezu geradlinige Verlauf des Küstenstreifens lassen den Chesil Beach perfekt - doch gleichzeitig rau und aufgeregt erscheinen. Es wirkt fast so, als wäre er nie von Menschenhand berührt worden und als wenn man an diesem Strand der Natur so nah kommen könnte, wie nur möglich.

Reiseinspiration

Chesil Beach: Das Meer, der Himmel und ganz viele Steine

Ein Ausflug zum Chesil Beach ist eine gelungene Auszeit vom lauten Stadtleben. So sehr die Großstadt seine aufregenden Reize hat, so beruhigend kann ein Strandspaziergang fern von Verkehrslärm und Menschen sein. Das Geräusch der unzähligen Kieselsteine, wenn man auf ihnen läuft, wirkt schon fast beruhigend. Obwohl das Laufen auf Kies auf Dauer sicherlich ein wenig anstrengend werden kann. Hat man die Wanderung auf sich genommen und nimmt sich einen Moment Zeit um Inne zu halten, sind alles was man sieht das Meer, der Himmel und Steine.

Chesil Beach und Umgebung

Der Chesil Beach ist ein ganz besonderes Ausflugsziel für einen England Urlaub, nicht nur wegen seiner unberührten Schönheit. Der Strand besteht jedoch nicht etwa aus feinem Sand, sondern aus Kies.
Nicht minder einzigartig ist seine Form: Die Kiesbank misst ganze 29 Kilometer und gleicht einer langen, fast geraden Landzunge, die das Festland mit einer Insel verbindet. Daher ist der Chesil Beach genau genommen ein Tombolo. Der Chesil Beach verbindet die Isle of Portland mit dem Festland bei Weymouth. Am nördlichen Ende, also auf dem Festland, wartet das kleine Dorf Abbotsbury, welches wahren Cottage-Charme versprüht. Am südlichen Ende verläuft der Chesil Beach in die Portland Beach Road und führt schließlich zur Isle of Portland, einer seit der Steinzeit bewohnten Insel. Als Teil der Jurassic Coast gehört der Chesil Beach sogar zum UNESCO Weltkulturerbe.

Eine weitere Kuriosität: Richtung Portland werden die Kieselsteine immer größer. Es gibt viele Geschichten und Erklärungen, warum die Steine unterschiedlich groß sind und warum der Chesil Beach so aussieht, wie er aussieht. Geologen schätzen, dass sich am Chesil Beach rund 185 Millionen Jahre Erdgeschichte befinden. Die ganze Pracht der Gesteine kann man auf dem South West Coast Path bewundern. Dieser Pfad ist mit 1014 km der längste Fernwanderweg in Großbritannien und verläuft vom Studland im Osten um die Halbinsel herum über Devon und Cornwall bis nach South Haven Point in Dorset. Während der Wanderung hat man einen sagenhaften Ausblick auf den gesamten Strand.

On Chesil Beach - Am Strand

Die Magie des Ortes wurde schon vom Bestsellerautor Ian McEwan erkannt. Seine Novelle “On Chesil Beach” (deutsch: “Am Strand”) wurde nun verfilmt, sodass alle, die noch nicht dort waren, einen Eindruck des unberührten Kiesstrandes bekommen können. Die Geschichte erzählt vom jungen und frisch verheirateten Paar Florence und Edward, die in einer Zeit vor der sexuellen Revolution und dem Beginn der neuen Jugendkultur in England lebten. Die konfuse Gefühlswelt, die Romantik und die Tragik der Protagonisten scheinen sich im rauschenden Meer und raschelnden Kiesstrand des so perfekt scheinenden Chesil Beach regelrecht widerzuspiegeln.

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