Cataratas de Iguazú – ein atemberaubendes Naturspektakel (Teil 2)

Cataratas de Iguazú – ein atemberaubendes Naturspektakel (Teil 2)

Nach dem ersten Tag auf der brasilianischen Seite der Wasserfälle ging es für uns dann auf die argentinische Seite, dort kamen wir nicht nur einem Wasserfall ganz nahe, sondern gleich allen. Begleitet wirst du auf deinen Wegen von auf der Brüstung lang trottenden Nasenbären und Regenbogen schimmern über deinem Pfad.

Reisebericht

Untere Weg

Es gibt mehrere Wege, zwischen denen du wählen kannst. Wir entschieden uns für den Cirquito Inferior, dieser Weg führt zunächst unten am Fuß vieler Wasserfälle entlang. Dazu fuhren wir ein Stück mit einer Bummelbahn. Dann ging es zu Fuß weiter. Großartig, wie nah wir an die Wasserfälle kamen und all die verschlungenen Dschungelwege und Brücken. Nasenbärenfamilien sahen wir auf unseren Weg (schaut gerne, aber haltet Abstand, sie sind sehr futtergeil und nicht ganz ungefährlich). Schmetterlinge tanzen umher und du stehst mittendrin und sie fliegen um dich herum - vielleicht bin ich ja doch eine Disneyprinzessin und warte noch dass meine Identität aufgedeckt wird. Hach. Du läufst über Wasserfälle hinweg, erst Miniwasserfälle, dann immer Größere. Dazwischen entstehen kleine Becken und du wünschtest, es wäre ein Schwimmbad mit Wildwasserbahn und du kannst einfach hinunter. Überall entstehen durch die Gischt Regenbögen.

Allein auf einer Insel

Der Cirquito Inferior führte uns zum Embarcadouro, von wo aus wir kostenlos mit einem Boot rüber setzen konnten, auf die Insel San Martin. Es ist ein steiler Aufstieg die Treppe hinauf aber so abenteuerlich dschungelhaft, dass man es gerne auf sich nimmt. Das war noch einmal etwas besonders, gefühlt noch natürlicher und ganz oben erwartet dich selbstverständlich wieder ein Wasserfall. Du bist einfach nur da und staunst, möchtest so viel wie möglich davon aufnehmen. Deine Kleidung und Haut tut das auch, weil du Spritzwasser nah sein kannst. Du wirst auf den Bildern wie reingeschnitten aussehen.

Cirquito Superior und der Teufelsschlund

Da es erst 14 Uhr war, konnten wir noch gut den Cirquito Superior laufen. Dieser Weg geht eher oben an den Rändern der Wasserfälle entlang und es ist ein großartiges Gefühl wieder direkt am Rand stehen zu können. Du wirst dich gar nicht satt sehen können.

Gegen 16 Uhr waren wir am Garganta del Diabolo, (Teufelsschlund). Es rauscht unfassbar, wir konnten gar nicht bis zum Grund sehen, es sieht aus wie Nebel, ist aber einfach Spritzwasser und gigantisch. Der Teufelsschlund ist u-förmig, 150 Meter breit und eine 700 Meter lange Schlucht, dann fließt er weiter in die Ferne, wird zum Fluss Iguazu und verbindet Argentinien und Brasilien. Es wirkt nicht real, so riesig ist es. Gerne wäre ich ein Vogel gewesen und wäre nah an den Wasserfällen hinuntergeflogen. Tatsächlich gibt es die Rußsegler, die hinter den Wasserfällen leben und brüten und im Flug die herabstürzenden Wasservorhänge durchbrechen um zu ihrem Nest zu kommen.

Geheimtipp: Baden an einem Wasserfall

Am liebsten hätten wir noch einen zweiten Tag Zeit gehabt. Denn es gibt auch noch den Weg Sendero Macuco zum Salto Arrechea. Dort hat man gute Chancen viele Tiere zu sehen und die Möglichkeit sich unter den versteckten Nebenfall zu stellen oder in einem natürlich ausgespülten Wasserbecken zu baden. Der Weg benötigt allerdings circa 2,5 Stunden und das haben wir nicht mehr geschafft. Der zweite Tag ist auch günstiger, man muss dies nur an der Kasse am ersten Tag direkt sagen.

Das beste Essen Südamerikas probieren

Nach einem so wunderschönen Tag, kannst du tatsächlich noch einen draufsetzen und in einer Churrascaria essen gehen. Wir liebten es und auch nach unserer 10-monatigen Reise schwärmten wir immer noch davon, dass es in Brasilien das beste Essen gibt - wenn man Fleisch mag. Wir waren sehr begeistert von der Churrascaria do Gauchoc. Du sitzt am Tisch und die ganze Zeit kommen Kellner mit Fleischspießen herum, erst eine Runde Schweinefleisch, Rind, Hühnchen, manchmal mit Speck umwickelt, dann mit Käse. Der Kellner kommt immer wieder, bis du Stopp sagst, du musst aber nicht immer nehmen. Dazu kannst du das Fleisch in Mandioka Mehl eintunken. Diese Mischung gibt es dort überall und besteht aus verschiedenen Zwiebeln, Manioka und ist ein bisschen knusprig.

Es gibt auch eine Buffett, aber tue mir einen Gefallen und lass das Buffett einfach weg, gegenüber all dem leckeren Fleisch ist jeder Platz in deinem Bauch wertvoll. Du denkst, das wäre schon wunderbar, dann gibt es am Ende auch auf einem Spieß eine Ananas in Rum eingelegt, geröstet und mit Zimt Mandel. Upps, Speichel auf die Tastatur getropft. Jetzt kommt noch der Knüller dazu, es ist absolut bezahlbar, kostet umgerechnet 10-12€ für Fleisch All-You-Can-Eat.

Was man sonst noch tun kann

Es wird auch eine spezielle Vollmondtour auf der argentinischen Seite angeboten. Das sah auf Bildern fantastisch aus, und ist bestimmt sehr besonders, wir waren nur leider zur falschen Zeit da. Für mehr Informationen und fürs Buchen hier klicken.

Dann könnt ihr auch zum Dreiländereck. 2011 war ich dort und es ist schon großartig in dem einen Land zu stehen und gleichzeitig Paraguay und Brasilien sehen zu können. Man braucht dort aber nicht viel Zeit. Dieses Mal wollten wir auch einen Abstecher dort hinmachen, allerdings ist es wohl in einem Park, was mir damals nicht bewusst war und man muss die Öffnungszeiten beachten, was wir nicht getan hatten und so blieb keine Zeit mehr.

Wenn man schon so nah an drei Ländern ist, haben wir natürlich auch noch einen Abstecher nach Paraguay gemacht. Achtet ein bisschen auf eure Sachen und habt nicht viel Geld im Portemonnaie. Bei uns war alles kein Problem. Wir fuhren mit dem Bus Richtung Paraguay und stiegen dann vor der Brücke, die hinüberführt, aus. Dort, etwas versteckt holten wir uns einen Ausreisestempel. Wir hätten zwar auch wieder mit dem Bus weiterfahren können mit demselben Ticket aber zu Fuß ist es doch wesentlich schöner über die Freundschaftsbrücke. Auch hier ist es wieder aufregend zu wissen, dass wir gerade in einem Niemandsland unterwegs sind. Vor uns Paraguay hinter uns Brasilien und unter uns Wasser. Drüben angekommen besorgten wir uns einen Stempel für Paraguay und waren dann in Ciudad del Este. Du kannst dort viel Billiges kaufen, aber das kann auch sehr nervig sein, von überall Sachen angeboten zu bekommen. Schöner ist es wohl sich einfach Abseits zu setzen und dem Treiben nur zu zusehen.

Bargeld mitnehmen!

Ich verwende nicht gerne Ausrufezeichen, aber hier lohnt es sich. Nehmt den Parkeintritt unbedingt in argentinischen Pesos mit. Ihr könnt vor Ort nur bar und in Pesos bezahlen. Es gibt zwar einen ATM, der war aber beispielsweise kaputt, als wir da waren. Im Park gibt es auch noch einen, aber da müsst ihr erst mit einem Parkwächter flirten, um kurz hineinzukommen. Am besten nehmt ihr auch noch etwas mehr mit für ein Taxi, das ist auch günstiger ins Pesos als in Real. Die aktuellen Preise für den Park findet ihr hier („Tarifa General“ benötigt ihr und keine Sorge trotz $ Zeichen handelt es sich um argentinische Pesos, meistens so um die 20€)

Anfahrt

Einfach vom Busbahnhof den Bus nach Argentinien, Schild „Argentina“ nehmen. Wir haben direkt an der Unterkunft gefragt und eine nähere Haltestelle gefunden. Letztlich sind wir aber in einem Taxi gefahren. Wir hatten zufällig ein Pärchen kennengelernt und zu viert war es derselbe Preis, wie mit dem Bus und noch einmal schneller. Im Endeffekt auch unser Glück, da wir später erfuhren, dass die Busse an diesem Tag streikten. Fragt also ruhig an der Haltestelle wer noch dorthin will und teilt euch ein Taxi.

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